MicroStrategy, jetzt unter dem Namen Strategy, hat einen Bitcoin Banking Adoption Index vorgestellt, der auswertet, wie sehr die großen Banken Bitcoin (BTC) einbinden. Der gesamte Wert für institutionelle Adoption liegt bei 32%.
Der Index bewertet 25 große Banken danach, wie intensiv diese Bitcoin-Dienstleistungen anbieten. Fidelity führt mit 71%, deutlich vor den meisten europäischen und japanischen Kreditinstituten, die unter 30% liegen.
Was der Bitcoin Banking Adoption Index misst
Der Index funktioniert wie ein Zeugnis für Banken. MicroStrategy bewertet, in welchem Umfang jedes Unternehmen an der Bitcoin-Ökonomie teilnimmt, und fasst diese Bewertungen zu einem Prozentwert zusammen. Für die meisten Leser zeigt dieser Wert, wie nahe alltägliches Banking inzwischen an Bitcoin ist.
Strategy bewertet vier Bereiche. Dazu zählen:
- Handel und Verwahrung
- Produkte wie Spot Bitcoin ETFs und der Stablecoin-Markt
- Kreditvergabe, und
- Unterstützung durch das Management.
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Viele dieser Produkte sind neu, da US-Behörden den ersten Spot Bitcoin ETF erst im Januar 2024 genehmigt haben.
Ein Gesamtwert von 32% bedeutet, dass Banken etwa ein Drittel der von MicroStrategy bewerteten Punkte umgesetzt haben. Der Gesamtwert umfasst viele Dienstleistungen, daher kann ein Unternehmen im Bereich Verwahrung hoch bewertet werden, aber bei der Kreditvergabe niedrig abschneiden.
„Die Adoption von Bitcoin durch große Banken beschleunigt sich, befindet sich aber noch am Anfang: 32% insgesamt, wie durch den Index gemessen”, bemerkte Strategy Executive Chairman Michael Saylor.
Das Unternehmen hat die Zahlen eigenen Angaben zufolge aus öffentlichen Daten mit Stand 10. Juli entnommen und bezeichnet sie als ungefähre Werte.
Fidelity liegt vorne, während japanische Banken zurückfallen
Fidelitys Vorsprung ist kein Zufall. Bereits 2018 gründete das Unternehmen Fidelity Digital Assets, einen Bereich für institutionelle Verwahrung und Handel. Das Unternehmen bietet inzwischen auch einen Spot Bitcoin ETF an.
Weitere US-Unternehmen rangieren dahinter. BNY kommt auf 46%, Goldman Sachs erreicht 45%, während JPMorgan, Morgan Stanley und Citigroup jeweils bei etwa 43% liegen.
Nach geographischer Lage werden die Unterschiede größer. Europäische Banken wie Banco Santander und Société Générale liegen mit etwa 35% im Mittelfeld. Japans SMBC und die Royal Bank of Canada erreichen lediglich 13%.
Strategy hat ein eigenes Interesse an der zunehmenden Bitcoin-Integration. Das Unternehmen hält 843.775 Bitcoin und verfügt damit über die weltweit größte institutionelle Bitcoin-Treasury. Mehr Adoption unterstützt daher die Investition des Unternehmens. Strategy hat den Index selbst veröffentlicht, um Feedback gebeten und hervorgehoben, dass alle Werte nur Näherungswerte sind.
Strategy erklärte, dass Details zur Methodik und zukünftige Updates folgen werden. Ob Banken ihre Bewertungen akzeptieren oder bestreiten, wird zeigen, wie ernst Wall Street diese Rangliste nimmt.
Der aktuelle Bitcoin-Kurs lag bei etwa 61.900 USD, was einem Rückgang von über 3% am Tag entspricht. Saylor blickt langfristig allerdings weiterhin auf eine deutlich größere Verbreitung bei den in diesem Index gelisteten Banken.









