Die North Carolina Bankers Association hat ihre Mitgliedsbanken dazu aufgerufen, in dieser Woche das Büro von Senator Thom Tillis anzurufen. Die Interessenvertretung fordert ein vollständiges Verbot für Zinszahlungen auf Stablecoins im CLARITY Act.
Die Leitung der Organisation hat eine interne E-Mail mit einem vorbereiteten Text an die Bankangestellten verschickt. Darin wird erklärt, dass die aktuelle Kompromissformulierung nicht ausreiche, um zu verhindern, dass Einlagen zu Stablecoins abwandern.
Bankenlobby erhöht Druck auf Stablecoin-Zinsen: Forderung nach vollständigem Verbot
Laut Berichten hat ein Angestellter einer kleinen Bank aus Wilmington die E-Mail geteilt, nachdem die Leitung sie im Auftrag der NCBankers verteilt hatte.
Im vorbereiteten Text wird ein „wasserdichtes Verbot” für Zinsen aus dem Halten von Zahlungsstablecoins gefordert. Außerdem richtet sich die Bankenlobby gegen Ausnahmen für Bonusprogramme und geringe Aktivitäten.
Die Mitarbeitenden wurden angewiesen, keine Fragen zu beantworten oder ihre Position zu verteidigen. In der E-Mail steht, sie sollen nur die Botschaft übermitteln und dann das Gespräch beenden.
Kompromiss im CLARITY Act um Stablecoin-Zinsen weiter offen
Die Lobbyarbeit erfolgt, während der Bankenausschuss im Senat eine Überarbeitung des CLARITY Act vorbereitet.
Senator Tillis und Angela Alsobrooks haben im März einen Kompromiss ausgehandelt, der passive Zinsen verbietet, aber aktivitätsbasierte Belohnungen für Transaktionen erlaubt.
Banken argumentieren, dass diese Ausnahmen weiterhin zu einem faktischen Zins auf Stablecoin-Bestände führen. Dennoch hat ein Bericht des White House Council of Economic Advisers diese Sichtweise in Frage gestellt.
Die vollständige Zulassung von Zinsen würde laut Analyse nur 2,1 Milliarden USD an Krediten verdrängen, was lediglich 0,02% aller vergebenen Kredite entspricht.
Der CLARITY Act wurde im Juli 2025 mit 294 zu 134 Stimmen im Repräsentantenhaus angenommen. Für den Bankenausschuss des Senats war eine Überarbeitung Ende April vorgesehen, allerdings ist der genaue Zeitplan weiter offen.





