Russland: Kryptowährungen als Zahlungsmittel ab 2021 verboten

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IN KÜRZE
  • Russlands Präsident Vladimir Putin unterschreibt Gesetz zum Verbot von Kryptowährungen als Zahlungsmittel

  • Das Verbot gilt ab 2021, allerdings sollen Transaktionen mit Kryptowährungen dennoch ermöglicht werden

  • Regulierte, digitale Finanzassets sollen den Umtausch in andere Assets gewährleisten

Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Mit Bitcoin und Co. bezahlen in Russland? Nein, sagt Präsident Vladimir Putin! Kryptowährungen als Zahlungsmittel gelten ab 2021 in ganz Russland als illegal. Die digitalen Coins und Tokens selbst sind aber weiterhin erlaubt, vor allem der Handel mit Kryptowährungen.


Die Lage für Kryptowährungen in Russland galt bisher als unklar und schwierig. Auf der einen Seite forderte die russische Zentralbank ein Verbot sämtlicher Transaktionen mit digitalen Währungen. Auf der anderen Seite werden von anderen Stellen her Stimmen für mehr Krypto in Russland laut.

Das Verbot von Bitcoin und Co. als Zahlungsmittel ab 2021 kann demnach als “Kompromiss” gesehen werden. Präsident Vladimir Putin beruhigt damit die Zentralbank, lässt aber vor allem den Handel mit Kryptowährungen weiterhin zu.


Kryptowährungen gelten in Russland als illegales Zahlungsmittel ab 2021

Gemäß der russischen Newsagentur RIA, unterschrieb Putin am 31. Juli 2020 ein Gesetz zum Verbot von Kryptowährungen als Zahlungsmittel in Russland.  Dieses Verbot tritt ab 2021 in Kraft. Damit scheinen sich Gerüchte über ein Verbot von digitalen Währungen aus dem Jahr 2019 nun zu bestätigen. Doch das neue Gesetz erlaubt gleichzeitig auch Transaktionen mit Kryptowährungen über regulierte, digitale Finanzassets (DFA).

Von offizieller Seite hieß es zu dieser Entscheidung lediglich, dass Kryptowährungen keine monetären Einheiten der russischen Fiatwährung sind. Deswegen stelle ein Verbot dieser Coins und Tokens eine logische Konsequenz dar. Zumindest was Bezahlen mit digitalen Währungen angeht. Zudem dürfen staatliche Offizielle und weitere Personen, denen ausländische Bankkonten untersagt sind auch keine Kryptowährungen besitzen.

Regulierte, digitale Finanzassets sollen Transaktionen mit Kryptowährungen ermöglichen

Die russische Zentralbank hätte lieber ein generelles Verbot von jedweden Transaktionen mit Kryptowährungen gesehen. Doch ein wachsender Anteil in der Wirtschaft und auch Bevölkerung plädiert für mehr Unterstützung in Sachen Krypto und Blockchain. Moskau, insbesondere

Vladimir Putin, musste also eine elegante Lösung einfallen, um bestenfalls beide Lager zu beschwichtigen. Deshalb ist es russischen Unternehmen nun erlaubt mit Genehmigung der Zentralbank sog. regulierte, digitale Finanzassets (DFA) herauszugeben. Diese Assets dürfen per Gesetz als Medium zum Umtausch in ein anderes Asset genutzt werden. Kommerzielle Banken und FinTech-Unternehmen können Börsen betreiben, die den Handel der DFAs ermöglichen. Natürlich auch nur mit Lizenz der Zentralbank.

 

Die Bank of Russia möchte demnach all diese Transaktionen in Zukunft überwachen. Gemäß offiziellen Quellen soll es aber im weiteren Jahresverlauf zu mehr Rahmenbedingungen rund um Kryptowährungen und Blockchain in Russland kommen.

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