Während man im europäischen Krypto-Valley der Schweiz Bahntickets mit BTC kaufen kann, geht die BaFin in Deutschland gegen die Aufsteller der Bitcoin-ATMs vor. Der Betreiber der Automaten, Adam Gramowski, stellt europaweit unter den Unternehmensnamen „Shitcoins Club“ Krypto-ATMs auf. An den Maschinen können die Fans der digitalen Währungen Euro in Kryptowährungen wie Ether, Litecoin, Bitcoin oder Bitocin Cash eintauschen. Die Bitcoin Automaten sind bei den Kunden recht beliebt, bei der BaFin allerdings weniger.

Weltweit gibt es mittlerweile 8995 Bitcoin-Automaten. 84 dieser Automaten sind in unserem Nachbarland Schweiz zu finden, während in Österreich sogar 151 BTC-ATMs verweilen. Die USA sind mit 6.943 Bitcoin

ATMs aber deutlicher Marktführer. Auch Großbritannien kann mit seinen 283 Automaten am Krypto-Adaptionswettrennen teilnehmen. Deutschland liegt lediglich auf Platz 15 im Ranking um die BTC Automaten. Davor rangieren unter anderem Kanada, Italien, Griechenland, Hong Kong, Polen, Spanien und Russland.

Stehen die orangen leuchtenden Maschinen nun vor dem Aus?

Die BaFin versucht bereits seit geraumer Zeit gegen das Aufstellen der Bitcoin ATMs vorzugehen. Allerdings hat sich der Betreiber Shitcoins Club davon bisher wenig beeindrucken lassen. Während also die weltweite Anzahl an Automaten stetig zunimmt, versucht Deutschland der lokalen Krypto-Adaption einen Riegel vorzuschieben.

Mit den strengen Geldwäscherichtlinien, die im Januar den Finanzmarkt der EU kontrollieren, möchte die BaFin nun auch die Krypto-Automaten eindämmen. Bis dato war die rechtliche Stellung der Automaten nicht abschließend geklärt. Entsprechend erlaubte das Berliner Kammergericht im Jahr 2019 recht großzügig den Betrieb der ATMs. Auch gab es bisher keine Erlaubnispflicht für den Handel mit Kryptowährungen.

Jetzt hat die BaFin entscheiden: Nur wer über eine Lizenz im Sinne des Einzelhandles nach dem Kreditwesengesetz oder eine Banklizenz verfügt, darf die BTC-ATMs auch betreiben. Das berichtete zumindest das Handelsblatt am 24. Juli.

Ein Bild von BeInCrypto.com.

Das Vorgehen des Shitcoins Club ist ab jetzt illegal

Gramowski betreibt gewerbsmäßigen Einzelhandel, allerdings ohne die dafür jetzt erforderliche Erlaubnis. Die Behörden setzen sich nun dafür ein, dass der Betrieb der Automaten in Deutschland tatsächlich eingestellt wird. Der Shitcoins Club CEO Gramowski setzt seine Tätigkeit dennoch fort.

Der Shitcoins Club betreibt rund 17 der deutschen ATMs. Alle anderen werden von Unternehmen mit entsprechenden Lizenzen betrieben. Also ist davon auszugehen, dass es weiterhin auch in Deutschland einige (wenige) Bitcoin-Automaten geben wird. Wenn möglicherweise in der Zukunft nicht unbedingt vom Shitcoins Club. Der Adaption der Kryptowährungen in Deutschland täte es sicherlich gut, wenn die Anzahl der Automaten stetig steigen, statt abnehmen würde. Denn momentan sieht es fast so aus als würde Deutschland den Anschluss an die Krypto-Welt verlieren.