Tether plant GBPT: Coin gekoppelt an den Pfund

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Das Unternehmen Tether ist bekannt für den bisher größten Stablecoin nach Marktkapitalisierung, den USDT. Nun soll ein an den britischen Pfund gekoppelter GBPT Coin folgen.

Das auf den britischen Jungferninseln ansässige Unternehmen Tether gibt ab Anfang Juli einen an den Britischen Pfund gekoppelten Coin aus. Anfangs soll ein Support für die Ethereum-Chain angeboten werden, später will das Unternehmen weitere Blockchains hinzufügen.

Tether will mit diesem Schritt vermutlich auch in naher Zukunft seine Vormachtstellung im Stablecoin-Bereich wahren. Der an den US-Dollar gekoppelte USDT stellt mit rund 68 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung den größten Stablecoin im Kryptobereich. Dass Tether sein Sortiment in Zukunft weiter ausbauen wird, gilt in der Branche als selbstverständlich.

Der GBPT gesellt sich in der Coin-Reihe zum USDT, dem chinesischen CNHT als auch zum mexikanischen MXNT.

“Wir glauben, dass das Vereinigte Königreich der nächste Kandidat für Blockchain-Innovation und die weitere Implementierung von Krypto in den Finanzmärkten, ist. Unser Ziel ist es, diese Innovation mit der Ausgabe des GDPT durch den größten Stablecoin-Provider zu unterstützen.” – so Paolo Ardoino, CTO von Tether.

Erst im April hat der britische Fiskus angekündigt, ein globaler Krypto-Hotspot werden zu wollen. Laut Website sollen in Zukunft auch Stablecoin-Zahlungen als Zahlungsmittel Akzeptanz finden.

User machten sich in den vergangenen Wochen häufig Sorgen um ihre USDT. In einem schwächelnden Markt musst der Stablecoin-Gigant rund 15 Milliarden US-Dollar an Marktkapitalisierung einbüßen.

Zur Zeit des Terra-Crashs Mitte Mai fiel der Coin kurzfristig auf 0,97 US-Dollar – für viele User ein unerwarteter Knick. Glücklicherweise konnte sicher dieser nach einigen Tagen wieder auf den einigermaßen “stabilen” Kurs von 0,9982 US-Dollar erholen.

Ein Dorn im Auge ist vielen die Illiquidität der Coin-Reserven Tethers.

Coin, Tether
Ein Bild tether.to

Von den rund 85 % in Cash, Cash-Reserven und kurzfristigen Einlagen soll es sich laut jüngstem Report lediglich um 4 Milliarden US-Dollar in Cash handeln – 5 % der Gesamtreserven also. Konkurrent USDC stellt sich in dieser Kategorie doch um einiges besser an, hält das Unternehmen doch 20 % seiner Reserven in Cash:

Coin, USDC
Ein Bild von Circle.com

Sollte ein Coin zentral oder dezentral sein?

Nach dem Terra-Luna-Crash kam immer wieder die Frage auf, ob ein dezentraler algorithmischer Stablecoin denn nun auf lange Sicht funktionieren kann oder nicht.

Am Beispiel des “Stablecoin” USDD von Tron sehen wir, dass ein algorithmischer Coin derzeit noch einige Schwierigkeiten hat. Seit rund zwei Wochen befindet sich der Coin durchgehend unter seinem angedachten Wert von einem US-Dollar. Und das, obwohl der USDD angeblich zu 300 % durch Assets wie Bitcoin, Tron oder USDC gedeckt sein soll.

Der Stablecoin des Börsenriesen Binance beispielsweise, konnte seinen Wert unter Beweis stellen. Nach anfänglichen Schwierigkeiten von rund einem Jahr hält dieser seinen Wert im Bereich um 0,5 % zu dem US-Dollar. Zumal ist der Coin 1:1 mit 94 % in Cash (US-Dollar) abgesichert.

Dem nicht genug steht hinter dem mittlerweile 18 Milliarden US-Dollar schweren Stablecoin das gesamte Unternehmen Binance, welches höchst profitabel ist. Die Kritiker werfen allerdings eine zentralisierte Struktur vor.

Währenddessen kündigt Binance.US an, seinen Usern Bitcoin Spot-Trades gegen Tether, USDC, BUSD oder US-Dollar ohne Gebühr anbieten zu wollen. “Wir sehen dies als Weg, Trading-Gebühren in unserer Branche zu revolutionieren, den Zugang zu Krypto zu erhöhen und dem Markt in schwierigen Zeiten zu helfen”, mein Binance.US CEO Brian Shroder.

Hoffen wir einmal, dass auch andere sich dazugesellen.

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Toni begann 2017 während seines Studiums der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften, sich für Kryptowährungen zu interessieren. Er entwickelte ein gutes Verständnis des Kryptomarktes und der Investitionsmöglichkeiten, wie ICOs und DeFi durch seine eigene Forschung und Investitionen. Ein echter Krypto-Degen mit akademischem Wissen und viel Berufserfahrung.

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