Grüne Kryptowährungen: Cardano und Stellar Lumens

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IN KÜRZE
  • Die Smart-Contract-Plattform Cardano ist auf den Einsatz von dApps ausgelegt.

  • Mit über 3.000 Validator-Nodes gehört Cardano zu den dezentralsten PoS-Blockchains.

  • Stellar Lumens Ziel ist es, ein weltweites Zahlungsnetz zu aufzubauen, in dem alle Währungen miteinander verbunden sind.

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Der Proof-Of-Work-Konsens-Algorithmus (PoW) erfährt immer wieder Kritik wegen des hohen Energieverbrauchs. Voraussichtlich wird Ethereum es dieses Jahr schaffen, den Algorithmus vollständig auf Proof-Of-Stake (PoS) umzustellen. Einige Projekte nutzen diesen Konsens bereits von Grund auf und können sich als grüne Kryptowährungen bezeichnen.

Die Grüne Kryptowährung Cardano

Vor der Entstehung von Cardano hat Hauptentwickler Charles Hoskinson zusammen mit Vitalik Buterin und sechs weiteren die Ethereum-Blockchain ins Leben gerufen. Aufgrund von Interessenskonflikten entschied Hoskinson sich jedoch, das Projekt zu verlassen und Cardano zu gründen. Es handelt sich ebenfalls um eine Smart-Contract-Plattform für den Einsatz von dApps. Dies schließt NFT-Marktplätze, dezentralisierte Finanzen (DeFi) und Blockchain-Gaming ein.

green crypto
Ein Bild von BeInCrypto.com

Der Name des Netzwerks kommt von dem italienischen Mathematiker Gerolamo Cardano. Genau wie bei Bitcoin ist die Gesamtmenge des Blockchain-eigenen ADA-Tokens begrenzt. Während es bei Bitcoin nur 21 Millionen Coins gibt, sind es bei Cardano insgesamt 45 Milliarden.

Die Umstellung auf den Proof-of-Stake-Konsens ist Ethereum bis heute nicht vollständig gelungen. Cardano hingegen war von Anfang an eine PoS-Blockchain und wurde daher als Smart-Contract-Plattform der dritten Generation bezeichnet. Die öffentliche Blockchain erweist sich heute mit über 3.000 Validator-Nodes als eine der meist dezentralisierten.

Mit nur 72 dApps ist das Ökosystem von Cardano allerdings noch nicht vollständig online. Ethereum hingegen beherbergt bereits 2.948 dezentrale Applikationen, die über Smart Contracts mit der Blockchain verknüpft sind. Ein Grund für die große Kluft zwischen den beiden Blockchains ist unter anderem Hoskinsons robusterer Peer-Review-Ansatz für die Code-Entwicklung von Cardano.  

Ob sich dieser Ansatz am Ende auszahlt, wird sich noch zeigen. Im Hinblick auf den Energieverbrauch liegt Cardano jedenfalls vor Ethereum. Nach Angaben von Cardano Blockchain Insights verbraucht das gesamte Netzwerk nur 0,00282160 TWh, wohingegen der Verbrauch von Bitcoin etwa 46.400 Mal höher ist. 

Die Grüne Kryptowährung Stellar Lumens 

Die digitalen Peer-to-Peer (P2P)-Währungen Stellar Lumens und Ripple wurden beide von Jed McCaleb entwickelt. Der Fokus von Ripple liegt jedoch mehr auf institutionellen Geldtransfers, während sich Stellar auf individuelle Zahlungsdienste konzentriert.  

green crypto Stellar (XLM)
Ein Bild von BeInCrypto.com

Das Stellar-Netzwerk startete 2014 und zielt darauf ab, mit dem XLM-Token grenzüberschreitende Zahlungen sowie geringe Transaktionsgebühren zu ermöglichen. Mit anderen Worten, Stellar möchte es Menschen ohne Konto ermöglichen, an der digitalen Wirtschaft teilzunehmen. Dabei soll ein dezentralisierter Überweisungsmarkt helfen. Die einzige Voraussetzung dafür ist ein zuverlässiger Internetzugang und ein Smartphone mit einer Wallet. 

Während die Blockchains von Terra und Tron einen solchen Dienst mithilfe von Stablecoins anbieten, fungiert XLM als zwischengeschalteter Geldtransmitter. Nutzer A könnte also Geld in einer Währung schicken und Nutzer B könnte den Betrag in einer anderen erhalten.

Der XLM Token

Das Stellar-Netzwerk wandelt die ursprüngliche Währung in XLM um und sucht über das dezentrale Orderbuch optimale Tauschkonditionen für die Zielwährung. Anschließend braucht der Sender das Angebot nur noch zu bestätigen. Die Anchors von Stellar machen diesen Austausch mithilfe von eigenen Einlagen sowie der Ausgabe von Krediten möglich und stellen sicher, dass Transaktionen innerhalb des Stellar-Netzwerks in weniger als 5 Sekunden mit einer Gebühr von nur 0,00001 XLM abgeschlossen werden.

Dies macht das Stellar Netzwerk zweifelsohne zu einer der kostengünstigsten Möglichkeiten, Geld zu transferieren. Es gibt jedoch kein Mining oder Staking, da die Stellar Development Foundation (SDF) das gesamte XLM-Angebot von 50 Milliarden Token kontrolliert. 

Stellar Lumens verwendet anstelle von PoS oder PoW einen eigenen Konsensalgorithmus. Dieser basiert auf dem Federated Byzantine Agreement (FBA) und wird als Stellar Consensus Protocol (SCP) bezeichnet. Es handelt sich um ein weiteres äußerst energieeffizientes Netzwerk. Mit nur 0,00022 kWh pro Transaktion ist auch XLM eine grüne Kryptowährung. Genau wie bei Ripple ermöglicht eine lange Liste von Partnern die weltweite Verbreitung des Stellar-Netzwerks. Zu diesen gehören IBM World Wire, CEX.io, Blockchain.com, MoneyGram, Circle und Flutterwave. Letzteres Unternehmen ist ideal für Geldtransfers zwischen Afrika und Europa. Blocknify kann das Stellar-Netzwerk sogar nutzen, um offizielle Dokumente zu beglaubigen. Derzeit beträgt die Marktkapitalisierung von Stellar 5,3 Milliarden US-Dollar. 

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