Unternehmen aus dem Biotech-Bereich, die an Lösungen für Haarausfall arbeiten, möchten bald neue Behandlungen auf den Markt bringen. Es gibt seit fast 30 Jahren keine neuen Therapien gegen Haarausfall. Investoren erwarten daher hohe Gewinne.
Veradermics, Absci und Cosmo Pharmaceuticals entwickeln jeweils eine Tablette, eine Injektion und ein Mittel zum Auftragen gegen erblichen Haarausfall. Für diese Erkrankung wurde seit Ende der 1990er-Jahre keine neue Therapie zugelassen.
Biotech-Unternehmen für Haarausfall: Ein Markt wartet auf neue Therapien
Erblicher Haarausfall betrifft nach Bloomberg etwa 50 Millionen Männer und 30 Millionen Frauen in den USA. Bislang gibt es nur zwei ältere Medikamente: Minoxidil und Finasterid. Beide Mittel können Nebenwirkungen wie Herzrasen und geringere Lust auf Sex verursachen.
Veradermics (NYSE: MANE) arbeitet an einer Tablette mit dem Namen VDPHL01. Die Aktie ist seit dem Börsengang im Februar um fast 500% gestiegen. Absci (NASDAQ: ABSI) testet eine Injektion, die zwei- bis dreimal in sechs Monaten verabreicht wird. Der Aktienkurs von Absci hat sich im laufenden Jahr mehr als verdoppelt.
Cosmo Pharmaceuticals hat positive Ergebnisse aus späten Studien für eine Lösung zum Auftragen gezeigt. Im Vergleich zu den US-Konkurrenten ist die Aktie jedoch vorsichtiger gestiegen.
Investoren hoffen auf Gewinne wie bei GLP-1-Medikamenten
Die aktuelle Begeisterung ist vergleichbar mit der Kurs-Rallye der Eli Lilly-Aktie, die das Interesse der Investoren an Biotech für den Verbrauchermarkt neu belebt hat. Vor allem die Medikamente zum Abnehmen haben diese Entwicklung angestoßen.
Eli Lilly hat daher 40 Millionen USD in Absci investiert, weil das Unternehmen glaubt, dass die Haare mit einer vergleichbaren Injektion zurückkommen könnten.
„Sowohl Übergewicht als auch Haarausfall sind große Konsumenten-Märkte. Aus diesem Grund bieten beide Bereiche die Chance auf hohe Einnahmen.”
Geoff Hsu, Fondsmanager vom Biotech Growth Trust bei OrbiMed, Fortune
Keines der drei Unternehmen hat bisher ein zugelassenes Produkt. Die frühesten Genehmigungsanträge werden nicht vor 2027 erwartet. Investoren planen also mit Nachfrage, lange bevor ein Mittel in der Apotheke verfügbar ist.









