Milliardär Grantham wählt drastische Worte für Bitcoin

  • Jeremy Grantham bezeichnet Bitcoin als wertlos, er erwartet ein stilles Verschwinden.
  • Grantham sagt, Bitcoin zahlt keine Dividende und eignet sich nicht als Zahlungsmittel.
  • Seine Aussagen erfolgen, während der Bitcoin-Kurs auf rund 59.663 USD fällt, ein Rückgang von über 30% seit Jahresbeginn.
Promo

Jeremy Grantham, der Mitgründer von GMO, der sowohl den Dotcom-Crash im Jahr 2000 als auch den Zusammenbruch des US-Immobilienmarktes im Jahr 2008 vorhersagte, hat Bitcoin (BTC) als „einen nutzlosen, spekulativen Mechanismus” bezeichnet und erwartet, dass dessen Bedeutung in den nächsten Jahrzehnten immer weiter abnimmt.

Der erfahrene Stratege stützt seine Kritik auf drei Punkte, die er bei Krypto für gescheitert hält. Bitcoin wirft keine Erträge ab, besitzt keinen stabilen Wert und ist im Alltag kaum als Währung nutzbar, argumentiert er.

Gesponsert
Gesponsert

Proof of Work: „Beweis für Nichts”

Grantham kritisierte besonders das sogenannte Proof-of-Work-Design von Bitcoin. Die Energie, die zum Validieren von Transaktionen verbraucht wird, so meinte er, bringe der Gesellschaft keinen wirtschaftlichen Nutzen.

„Proof of unnecessary work shouldn’t be worth a bucket of warm spit, and it will not be.”

Bitcoin scheitert als Zahlungsmittel und Wertaufbewahrung

Über die Mining-Kritik hinaus erklärt er, Bitcoin funktioniere nicht als praktische Währung. Im Lebensmittelgeschäft akzeptiere es kaum jemand, und große Transaktionen zwischen bedeutenden Investoren würden damit nicht abgewickelt. Ohne eine funktionierende Transaktionsbasis könne der Vermögenswert keine monetäre Legitimität beanspruchen, ergänzt er.

Außerdem lehnt Grantham Bitcoin als Wertaufbewahrungsmittel ab. Im Gegensatz zu Aktien gibt es keine Dividenden oder Cashflows. Für Spekulanten fehle daher jede Grundlage für einen fairen Preis.

Gesponsert
Gesponsert

Ein Skeptiker mit Erfolgsbilanz

Granthams Warnungen werden ernst genommen, weil er bereits mehrfach recht behielt. Er warnte vor der Dotcom-Blase vor 2000 und sagte auch die US-Immobilienkrise vor 2008 voraus. Seine jüngste Warnung vor einer KI-Blase bei Aktien bezieht sich auf US-Aktien, bei denen er aktuell ein Abwärtspotenzial von bis zu 70% sieht.

Allerdings lag Grantham mit seinem Timing nicht immer genau richtig. Seine Warnung vor einer massiven Überbewertung am US-Aktienmarkt im Jahr 2021 kam früh; die Märkte stiegen zunächst weiter, bevor sie 2022 nachgaben.

Seine aktuelle Bitcoin-Bewertung erfolgt, während BTC bei etwa 60.500 USD gehandelt wird und damit stark unter dem Höchststand von über 126.000 USD Ende 2025 liegt. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichnen innerhalb von 30 Tagen bis Mitte Juni Nettoabflüsse von 6,35 Milliarden USD, was auf ein abnehmendes institutionelles Interesse hindeutet.

Zuvor hatte auch der Coinbase-CEO darauf hingewiesen, dass die Kosten für KI-Infrastruktur die Kapitalströme im Bereich Krypto beeinflussen könnten.

Bitcoin-Kurs-Chart im Juni 2026. Quelle: CoinGecko
Bitcoin-Kurs-Chart im Juni 2026. Quelle: CoinGecko

Grantham ist mit seiner Skepsis nicht alleine. Peter Schiff brachte ähnliche bärische Argumente vor und meint, dass Bitcoin keinen inneren Wert habe.

Ob Bitcoin der aktuelle Kurs im dritten Quartal 2026 wichtige Unterstützung bietet, wird für beide Seiten interessant. Grantham erwartet, dass eine Abwärtsbewegung langsam und über Jahre oder Jahrzehnte hinweg erfolgen wird, und nicht abrupt.


Um die neuesten Marktanalysen zu Kryptowährungen von BeInCrypto zu lesen, hier klicken.

Haftungsausschluss

Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

Gesponsert
Gesponsert