Das Berufungsmandat gegen Sam Bankman-Fried (SBF) wurde am 4. August erlassen und schließt den Fall von SBF beim Berufungsgericht des zweiten US-Bezirks ab. Die einseitige Verfügung bestätigt das Urteil und enthält keine neue Begründung.
Ein Mandat gibt einen Fall an das erstinstanzliche Gericht zurück und macht ein Berufungsurteil vollständig wirksam. In diesem Fall bleibt die 25-jährige Haftstrafe für den früheren FTX-Chef bestehen.
Was das SBF-Berufungsmandat tatsächlich aussagt
Das US-Berufungsgericht für den zweiten Bezirk hat das Mandat als Eintrag 77 im Fall Nr. 24-961 protokolliert. Es nennt die drei Richter, die die Berufung angehört haben: Barrington D. Parker, Eunice C. Lee und Maria Araújo Kahn.
Danach folgt der entscheidende Satz. Das Gericht hat „ANGEORDNET, ENTSCHIEDEN und VERFÜGT, dass das Urteil des Bezirksgerichts BESTÄTIGT wird“.
Weitere Entscheidungen gibt es nicht. Catherine O’Hagan Wolfe, Gerichtsschreiberin, hat das Mandat für das Gremium unterzeichnet. Ein Stempel am Ende zeigt, dass das Mandat am 4.8.2026 erlassen wurde.
Warum das Urteil vom Juni weiterhin gilt
Das Wesentliche wurde bereits fast zwei Monate vorher entschieden. Am 12.6. hat das Gremium die Berufung des FTX-Gründers abgelehnt und die Verurteilung in sieben Punkten bestätigt. Ebenso wurde die Strafe, die Richter Lewis Kaplan im März 2024 festgelegt hat, beibehalten.
Parker schrieb für das Gremium und beschrieb, was die Jury gehört hat.
„Während er öffentlich Kunden, Investoren und Aufseher darüber beruhigte, dass FTX-Kundengelder sicher seien, nutzte er FTX gleichzeitig als sein eigenes Sparschwein und gab Kundengelder für Immobilien, politische Spenden und Investitionen aus“, so Barrington D. Parker, Richter am zweiten Berufungsgericht, in seiner Begründung.
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Das Gremium hat auch die etwa 11 Milliarden USD Einziehung bestätigt und festgestellt, dass der Kongress die Einziehung an die Gewinne eines Angeklagten knüpfen kann. Kaplan hat bereits im April einen Antrag auf Neuverhandlung abgelehnt.
Die letzte verbleibende Möglichkeit
Nur ein gerichtlicher Weg bleibt. Bankman-Fried kann beim Obersten US-Gericht einen Antrag auf Erlass einer certiorari einreichen, meistens innerhalb von 90 Tagen nach dem Urteil. Das Gericht nimmt jedoch nur einen kleinen Teil solcher Anträge an.
Er hat außerdem beim Justizministerium einen Gnadengesuch gestellt. Die Senatoren Cynthia Lummis und Ruben Gallego haben inzwischen eine Resolution eingebracht, die ein SBF-Gnadengesuch ablehnt.
Währenddessen geht die Abwicklung der Gelder auf einem anderen Weg weiter. FTX-Gläubiger haben Ende Juli eine fünfte Runde an Rückzahlungen erhalten. Das Mandat beendet die Berufungsfrage, und was der Supreme Court dazu entscheidet, ist das Einzige, das noch offen bleibt.









