Was die Krypto-Branche diese Woche wirklich bewegte (KW 27/2020)

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IN KÜRZE
  • DeFi-Tokens stürzten im Vergleich zur Vorwoche ab

  • 21Shares bringt Bitcoin ETP an die Deutsche Börse

  • US-amerikanische Steuerbehörde will Privacy Coins tracken

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DeFi-Tokens, die heftig verlieren, Tether Stablecoin USDT löst XRP auf Rang 3 der größten Kryptowährungen der Welt ab und 21Shares bringt den Bitcoin ETP an die Xetra. Das sind unter anderem die Themen, die die Krypto-Branche diese Woche bewegten. Dabei sind diese 3 Meldungen noch lange nicht alles.



Wie, wo, was? “DeFi-Tokens” und “verlieren” in einem Satz? Kann BeInCrypto das ernst meinen? Ja, wenngleich die DeFi-Branche schnell wachsend ist, einige der Tokens brachen nun mal ein. Vor allem Compound, Maker und Aave.

Währenddessen überholte Tether Stablecoin USDT den XRP und ist nun unter den Top 3 der größten Kryptowährungen (sortiert nach Marktkapitalisierung).



Außerdem gab es ja noch den Startschuss für 21Shares Bitcoin ETP an der Xetra, CBDC-Tests in Japan und die Meldung, dass die US-amerikanische Steuerbehörde IRS künftig Privacy Coins tracken will.

DeFi-Tokens runter, dominierender Stablecoin hoch

Was haben wir da denn lesen müssen im CMC100-Report vom 30. Juni 2020 hier bei BeInCrypto? DeFi-Tokens wie z.B. Compound (COMP), Maker (MKR) oder auch Aave (LEND) ließen nach.

Nun gut, gerade Compound legte in der jüngeren Vergangenheit immens zu und steht nicht nur deswegen auf der Watchlist vieler Trader. Gemäß der Rankings für Kryptowährungen von CoinMarketCap (CMC) ging es jedenfalls für COMP um 4 Plätze nach unten und damit raus aus den Top20. LEND ist nicht mehr in den Top50 und MKR musste auch 3 Plätze abgeben.

Quelle: CoinMarketCap

Eine ganz andere Kryptowährung verlor diese Woche ebenfalls einen Platz in den angesprochenen Rankings von CMC. Der XRP belegt demnach nicht mehr Platz 3 der größten Kryptowährungen der Welt! Diesen Platz belegt nun der Tether Stablecoin USDT, der am 30. Juni 2020 das MarketCap von 10 Mrd. USD knackte.

Die Dominanz über den Stablecoin-Markt liegt bei satten ~85 % und Tether sieht nicht so aus, als würden es irgendeinen anderen Stablecoin in absehbarer Zukunft auch nur ansatzweise an sich ranlassen. Ein verdienter Meilenstein für den USDT und ein bitterer Verlust für XRP.

Aus der Schweiz kommt Gutes für den Bitcoin

Die Schweiz gilt generell als neutrale Nation. In Sachen Kryptowährungen und Blockchain aber hat die Schweiz längst Stellung bezogen. Nicht nur kam es jetzt zu Änderungen der Finanzgesetze in der Schweiz, um die Vorreiterposition in Sachen Krypto-Regulation zu polstern, sondern auch zu der Tatsache, dass realisierte Gewinne aus Security-Tokens nicht unter die Kapitalertragssteuer fallen. Zudem entfällt auch die Erhebung der MwSt. auf Bitcoin Mining.

Aus der Schweiz kommt auch 21Shares. Und eben diese 21Shares AG mit Sitz in Zug brachte uns am 02. Juli 2020 den ersten mit Bitcoin hinterlegten Exchange Traded Note (ETN) an die Deutsche Börse (Xetra)! Damit haben institutionelle Investoren aus Europa nun endlich ein Finanzprodukt, das aus Europa kommt.

Japan startet CBDC-Tests, während der IRS aus den USA Privacy Coins den Kampf ansagt

Ebenfalls am 02. Juli 2020 kündigte die Bank of Japan erste Tests mit Central Bank Digital Currency (CBDC) an. Dabei soll es sich um die technische Machbarkeit eines digitalen Yen drehen. Japan springt damit auf den fahrenden Zug der Central Bank Digital Currencies auf und will zudem mit weiteren Nationen gemeinsam die Forschungen und Realisierungen von CBDC vorantreiben. Das sind interessante Entwicklungen, wenn wir bedenken, dass Japan noch im Februar 2020 von CBDC nichts wissen wollte.

In den USA fordert die Internal Revenue Service (IRS), die US-amerikanische Steuerbehörde, die Überwachung von Privacy Coins und Second Layers, wie z.B. Monero bzw. dem Lightning Network. Die IRS fordert zudem Unternehmen auf, sich zu melden, sofern sie mit dem Tracking von Privacy Coins helfen können. Das erhöht den behördlichen Druck auf die sog. Privacy Coins, aber auch auf Projekte die Lightning und ist nichts, was die Branche einfach so missachten darf.

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