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Bitwise-CIO enthüllt: Das steckt wirklich hinter dem Bitcoin-Absturz – nicht Jane Street

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Geschrieben von
Kamina Bashir

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Redigiert von
Phil Haunhorst

27 Februar 2026 08:08 CET
  • Bitwise-CIO Matt Hougan: Langfristige Halter sind Grund für Bitcoin-Absturz – Keine institutionelle Manipulation
  • Angst vor Quantencomputing und Umschichtungen in KI gelten als wichtigste Verkaufsgründe
  • On-Chain-Analyst Willy Woo sieht Verkaufserschöpfung, warnt aber: Geringe Liquidität könnte Erholung bremsen
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Der Rückgang von Bitcoin (BTC) hat zu Verschwörungstheorien über angebliche Marktmanipulation durch Unternehmen geführt. Allerdings sagt Matt Hougan, Chef-Investmentmanager (CIO) von Bitwise, dass die Hauptgründe viel einfacher sind.

Diese Diskussion zeigt, dass es immer noch Streit darüber gibt, was die wichtigsten Bewegungen im Krypto-Markt auslöst. Liegt es an Taktiken von großen Finanzunternehmen, technischen Gefahren oder normalen Marktzyklen?

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Warum fällt der Bitcoin-Kurs?

Hougan sprach über die vielen Spekulationen in sozialen Netzwerken, dass der Bitcoin-Kurs durch gezielte Aktionen gefallen sei. BeInCrypto hat früher berichtet, dass einige Nutzer Vorwürfe gegen Binance erhoben haben.

Neuerdings haben außerdem einige aus der Community wiederkehrende Muster genannt, wie vermeintliche „10 Uhr Bitcoin-Dumps“ durch Jane Street. Der Bitwise-CIO wies diese Theorien klar zurück und meinte, die wahre Erklärung sei „viel langweiliger“ als die Spekulationen.

„Die Verschwörungstheorien sind verrückt. Erst war es Binance, dann Wintermute, dann war es ein unbekannter Offshore-Makro-Hedgefonds, dann war es Papier-Bitcoin und heute ist es Jane Street. Nächste Woche ist es wieder jemand anderes“, sagte er in einem Beitrag.

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Hougan sagt, der „wahre Grund für den Rückgang von Bitcoin“ sei, dass Langzeitinvestoren ihre Bestände verringern. Dies tun sie, indem sie Bitcoin am Spotmarkt verkaufen, gehebelte Positionen schließen und Covered Calls schreiben. Dadurch entsteht Druck auf den Kurs.

Der Bitwise CIO nennt für das Verkaufsverhalten drei Gründe:

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  • Die Theorie vom Vier-Jahres-Marktzyklus.
  • Sorgen rund um Quanten-Computing.
  • Geld wird von Krypto in Startups rund um Künstliche Intelligenz (KI) verlagert.

Das Thema Quantencomputing wird in der Krypto-Community zurzeit stark diskutiert. Während Michael Saylor, Mitgründer von MicroStrategy, diese Bedenken kürzlich heruntergespielt hat, bleiben einige Anleger dennoch vorsichtig.

Kevin O’Leary, Geschäftsmann aus Kanada und Investor bei Shark Tank, warnt, dass große Investoren ihre Bitcoin-Quote auf rund drei Prozent begrenzen, bis die Branche ein glaubwürdiges Mittel gegen Quantenrisiken zeigt. Christopher Wood von Jefferies, weltweiter Leiter der Aktienstrategie, ist sogar noch weiter gegangen, und streicht eine zehn Prozent Bitcoin-Quote aus dem Muster-Portfolio, ebenfalls wegen dieser Sorgen.

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Wann endet der Krypto-Winter? Zeitplan und Chancen auf Erholung

Inzwischen meint Hougan, dass der größte Teil der Verkäufe wahrscheinlich schon abgeschlossen ist. Er sagt, Bitcoin sei gerade dabei, einen Boden auszubilden und könnte bald neue Höchststände erreichen. Nach seiner Meinung:

„Das ist ein klassischer Krypto-Winter, und danach wird es einen klassischen Krypto-Frühling geben.“

Hougan hat früher gesagt, dass der aktuelle Krypto-Winter-Zyklus im Januar 2025 begonnen hat. Da so ein Zyklus laut ihm meist 13 Monate dauert, könnte das Ende bald erreicht sein.

Der On-Chain-Analyst Willy Woo sieht die Lage komplexer. Er sagt, der jüngste Ausverkauf scheint vorbei zu sein, warnt aber, dass die geringe Liquidität bei Spot und Futures ein schnelles Comeback bremsen könnte.

Woos Einschätzung nach endet die bärische Phase erst im vierten Quartal 2026, wobei die bullische Stimmung frühestens im ersten oder zweiten Quartal 2027 zurückkehrt.

„Rund 45.000 wäre ein typischer Boden im Bärenmarkt. BTC gab es bisher nur in einem globalen Makro-Bullenmarkt von 2009 bis 2026. Wenn das globale Umfeld einbricht, ist 30.000 die nächste Unterstützungszone, 16.000 die letzte Linie, um den bullischen BTC-Kurs-Trend zu halten“, schrieb Woo auf X.

Die Unterschiede bei den Prognosen zeigen, dass noch nicht klar ist, wie weit der Markt im aktuellen Zyklus fortgeschritten ist. Die meisten Analysten sind sich aber einig, dass die aktuelle Schwäche beim Bitcoin-Kurs durch grundlegende und psychologische Faktoren zu erklären ist – und nicht durch Manipulation.

Haftungsausschluss

In Übereinstimmung mit den Richtlinien des Trust Project verpflichtet sich BeInCrypto zu einer unvoreingenommenen, transparenten Berichterstattung. Dieser Artikel zielt darauf ab, genaue und aktuelle Informationen zu liefern. Den Lesern wird jedoch empfohlen, die Fakten unabhängig zu überprüfen und einen Fachmann zu konsultieren, bevor sie auf der Grundlage dieses Inhalts Entscheidungen treffen.

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