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Ist Bitcoin wirklich tot? Expertin sagt “Nein”!

3 min
Aktualisiert von Alexandra Kons
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IN KÜRZE

  • Ashley Taylor Buck ist der Überzeugung, dass sich Bitcoin früher oder später wieder erholen wird.
  • Der Absturz habe dazu beigetragen, dass nutzlose Projekte verschwanden und die guten Projekte geblieben sind.
  • Buck rechnet damit, dass das Web3 in 5 bis 10 Jahren die neue Version des Internets sein wird.
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Die meisten Kryptowährungen, darunter auch das digitale Gold Bitcoin (BTC), erleben seit dem Allzeithoch des Kryptomarktes von 3 Billionen US-Dollar im November 2021 einen Down-Trend. Daher glauben einige zum 458. Mal, dass Bitcoin tot ist.

Sobald der Kryptomarkt mit Regulierungen, einer verschärften Politik oder Zinserhöhungen konfrontiert ist, werden die Stimmen der Bitcoin Kritiker lauter. Den Daten von 99Bitcoins zufolge wurde die größte Kryptowährung Bitcoin seit 2010 mindestens 458-mal für tot erklärt. Davon bereits 19-mal in diesem Jahr.

Ashley Taylor Buck, Mitbegründerin von ReSource, glaubt allerdings “mehr als je zuvor” daran, dass Bitcoin noch am Leben ist. “Bitcoin kann als drittes, neutrales und unparteiisches Währungssystem genutzt werden. Die Kryptowährung ist das einzige große, wirklich dezentralisierte Netzwerk, das ein enormes Bargeldvolumen bewältigen kann. Dies ist erforderlich, damit Staaten einander vertrauen und untereinander Transaktionen durchführen können”, erklärte Buck gegenüber BeInCrypto.

Buck zufolge gibt es zwei ausschlaggebende Gründe auf der Makroebene, die zu dem jüngsten Crash des Kryptomarktes führten. Zum einen die Erhöhung der Zinssätze durch die US Federal Reserve (Fed) auf “ein alarmierendes Niveau”. Zum anderen die massive Überschuldung durch Margin Calls und Liquidierungen.

Auch die hohe Anzahl der Liquidierungen auf dem Celsius Network hatten einen großen Einfluss auf das Ökosystem des dezentralen Finanzwesens (DeFi). Buck geht davon aus, dass die jüngsten Maßnahmen von Celsius zu langfristigen Schäden führen könnten.

“Es gibt außerdem einen Mangel an soliden Investitionen im Kryptobereich. Noch größer ist jedoch der Mangel an spekulativen Investitionen, die auf dem zukünftigen Potenzial basieren. Jedes Mal, wenn das System einen solchen Schock erfährt, wird das Fehlen einer echten Blockchain-Grundlage deutlich.”

Ein Bild von BeInCrypto

Terra und Luna

Auch die Problematik mit den Coins Terra (LUNA) und dem Stablecoin TerraUSD (UST) könnten zu dem großen Krypto-Crash beigetragen haben. Beide Coins fielen Anfang Mai stark im Wert. Der Stablecoin UST verlor die Dollar-Anbindung und LUNA wurde zur Wiederherstellung dieser Anbindung genutzt. Das führte jedoch zu einem Wertrückgang des LUNA Token von beinahe 100 %.

Die Luna Foundation Guard (LFG) war schließlich gezwungen zur Rettung von UST und LUNA die Bitcoin Rücklagen in Höhe von rund 3,5 Milliarden US-Dollar zu verkaufen. Terra Mitbegründer Do Kwon entwickelte einen neuen Plan zur Rettung der Coins, der jedoch ebenfalls scheiterte.

Viele kurzfristige Projekte gingen in dieser Zeit unter. Buck glaubt, dass auch die großen Investitionen in den Bereich nun an ihr Limit kommen. Daher ist die Erholung des Kryptomarktes angesichts der makro-systemischen Probleme außerhalb der Krypto-Welt sehr stark von der Entwicklung wirtschaftlicher Lösungen abhängig.

“Die systemischen Probleme werden bleiben. Um diese Phase zu überstehen, sollten wir daher neue Modelle entwickeln, die auch langfristig funktionsfähig sind.”

Gibt es noch Hoffnung?

Die Marktkapitalisierung des Kryptomarktes ist seit dem Allzeithoch im November 2021 um rund zwei Drittel gefallen. Die derzeitigen bullischen Bewegungen auf dem Kryptomarkt und Finanzierungen wie der 130 Millionen US-Dollar Deal von Magic Eden, liefern aber Grund zur Hoffnung. Daten von CoinMarketCap zufolge beläuft sich die Marktkapitalisierung der Branche derzeit auf rund 940 Milliarden US-Dollar.

Buck fügte hinzu, dass sich die Wahrnehmung und das Vertrauen vieler Menschen in die Krypto-Welt aufgrund der Umstände verändert haben. Da es schwer ist, das Vertrauen wieder neu aufzubauen, wird es einige Zeit dauern, bis sich der Krypto-Space wieder vollständig erholt hat. Buck rechnet mit der Entstehung von wirkungsorientierten Projekten, insbesondere im Bereich der Reimagined Finance (ReFi).

“Wir werden wahrscheinlich noch mehr Liquidierungen erleben und die kleinen Projekte werden vom Kryptomarkt verschwinden. Aber auch einige gute Projekte werden untergehen. Auf lange Sicht gesehen wird sich das Web3 in den nächsten 5 bis 10 Jahren zur neuen Version des Internets entwickeln. Jetzt bieten sich einige gute Gelegenheiten für Investoren, Kryptowährungen zu einem niedrigen Kurs zu kaufen. Vermutlich wird das auch für den Rest des Jahres so bleiben.”

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Wahid Pessarlay
Wahid liebt es zu schreiben, vor allem über Krypto und Blockchain. Er begann seine Bloggerreise im Jahr 2017 und tauchte 2019 ganz in die Welt Kryptowährung ein. Wahid interessiert sich für Technik, Schach und DeFi. Sein Ziel ist es, die Dezentralisierung zu fördern.
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