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Kryptobörse – zentralisiert oder doch dezentralisiert in Krypto investieren?

4 min
Aktualisiert von Maximilian Mußner
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IN KÜRZE

  • Alleine in den letzten 24 Stunden tauschten Nutzer circa 75 Milliarden US-Dollar an Kryptos.
  • Coinbase nimmt pro Tausch 0,5 % Gebühr, bei DEX'es können diese durchaus bis zu 100 US-Dollar pro Swap betragen.
  • 75 Milliarden US-Dollar stellen den Höchstwert an monatlichem Tauschvolumen auf Uniswap dar.
  • promo

Welche Kryptobörse benutzt du, um deine Kryptowährungen zu tauschen? Achtest du dabei auf die Gebühren, welche für den Tausch fällig werden? Oder legst du deinen Fokus auch auf Anonymität und Dezentralität? Wir haben die Trends im Bereich der Centralized (CEX) und Decentralized Exchanges (DEX) analysiert und präsentieren dir die Vor- und Nachteile.

Ohne Kryptobörse ist kein Tauschen von Krypto möglich. Alleine in den letzten 24 Stunden tauschten Nutzer circa 75 Milliarden US-Dollar an Kryptos. Binance wickelt dabei den Großteil des Volumens ab. 12 Milliarden US-Dollar in 24 Stunden. Auf das tägliche Volumen gerechnet, ergibt das einen Marktanteil von 16 Prozent. Der zweitstärkste Bewerber, Coinbase, kommt nur auf einen Anteil von 1,6 Prozent.

User schätzen an Binance die niedrigen Gebühren und das einfach zu bedienende Interface. Alles, was das Kryptoherz begehrt wird von Binance zur Verfügung gestellt: Spot Trading, Derivate, Futures und vieles mehr. Hast du dich schon gefragt, welchen Vorteil ein DEX hätte? Ist dieser womöglich besser als ein CEX, wie Binance?

Dezentralisierte Finanzmärkte sind im Aufschwung

Dezentralisierte Finanzmärkte (DeFi) umfassen alle üblichen Börsen, jedoch arbeiten diese ohne Vermittler. Trades sind mithilfe eines Smart Contracts ohne Eingriffe von Intermediären möglich. Dazu bedienen sich DEX’es wie Uniswap eines Automated Market Maker (AMM): Nutzer legen ihr Geld in Pools, um genug Liquidität zu erzeugen. Pools bestehen immer aus zwei Handelspaaren. Diese Pools stehen dann allen Nutzern für Swaps (Tausch) zur Verfügung.

Ein Beispiel mit einem konkreten Pool dazu:

  1. Alex legt 1 ETH und circa 2.800 USDC in den Liquiditätspool ETH/USDC (siehe unten)
  2. Viele andere Nutzer machen das genau gleich
  3. Nutzer können nun ETH gegen USDC oder umgekehrt tauschen

Das funktioniert allerdings immer nur solange genug ETH und USDC im Pool verfügbar sind. Für jeden Swap, der so entsteht, wird eine Gebühr fällig. Alle Nutzer, die zuvor ETH und USDC in den Pool gelegt haben, bekommen jetzt diese Gebühr ausbezahlt. Natürlich anteilig zu der Gesamtmenge an eingelegten Token. Wie zu sehen ist, bekommt die DEX in unserem Beispiel kein Geld. In Realität kommt dem DEX natürlich ein kleiner Teil zu, aber der Großteil verbleibt bei den Usern.

So sieht das Interface eines Pools auf Uniswap aus:

Ein Bild von Uniswap

Was macht nun eine gute Kryptobörse aus?

Üblicherweise macht für einen User eine gute Börse aus:

  • Schnelligkeit – Wie lange dauert es, bis der Token getauscht ist?
  • Gebühr – Wie hoch ist die Gebühr?
  • Anonymität – Müssen sich User identifizieren?

Auf einer CEX können Token sehr schnell getauscht werden, allerdings müssen die Token schon auf der Plattform verwahrt sein. Einfach Wallet verbinden und losswapen: Mühelos geht es beim DEX. Einziger Nachteil ist, dass alle Transaktionen on-chain validiert werden müssen. Dies kann zu einem längeren Tauschvorgang führen.

Die Gebühren variieren von Plattform zu Plattform. Coinbase nimmt pro Tausch 0,5% Gebühr, bei DEX’es können diese durchaus bis zu 100 US-Dollar pro Swap betragen. Das Hauptproblem bei Uniswap ist, dass es auf der Ethereum-Blockchain programmiert wurde. Jede Transaktion muss von den Minern auf die Blockchain aufgenommen werden und ist deshalb teuer. Die Zukunft mit Rollups beziehungsweise Layer 2 Lösungen verspricht in diesem Punkt aber Abhilfe.

CEX-Plattformen müssen alle User mit dem Know-Your-Customer-Verfahren (KYC) verifizieren, dadurch sind diese nicht anonym. Fragen Behörden, wie das Finanzamt, bei einer europäischen Exchange an, so muss diese die Daten herausgeben. Ob sie das will oder nicht. Ein DEX hingegen nimmt keinerlei Ausweisdokumente zur Verifizierung. Im Vergleich CEX zu DEX schneiden letztere immer besser ab.

“DEX-Volumen im Vergleich zu CEX-Volumen liegt bei 12 Prozent. Nicht mehr so wenig.”

Der CEO von Binance, Changpeng Zhao, hat sich wohl die gleiche Grafik angesehen. Wie du sehen kannst: Die Kurve steigt seit dem Mainstream von DEXes seit 2019 kontinuierlich. Die KYC-lose Variante erfreut sich also immer größerer Popularität.

Uniswap vs Binance – Wohin bewegt sich der Trend?

Uniswap ist einigen Nutzern als größtes DEX bekannt. In den letzten 24 Stunden swappten User circa 2 Milliarden US-Dollar über Uniswap. Ihr werdet euch vielleicht denken: “Moment. Binance hat doch wesentlich mehr Volumen?” Das stimmt. Aber wie in der Grafik zu sehen:

In der Grafik zu sehen ist der rasante Anstieg des Handelsvolumens auf Uniswap. 75 Milliarden US-Dollar stellen den Höchstwert dar. Interessanterweise scheint der Trend trotz schwachem Markt nicht abzureißen. Im Dezember wurde der Rekord-Einstand zum Monat Mai erreicht. Im Mai war allerdings die Marktkapitalisierung wesentlich höher als im Dezember. Das bedeutet, dass immer mehr User die Plattform nutzen.

User finden vor allem auch den eigenen UNI-Token interessant, welcher zu Abstimmungen über die Zukunft der Plattform berechtigt. Der UNI-Token steht heute bei knapp unter 11 US-Dollar. Uniswap entwickelt sich zudem immer weiter: Mit Version 2 und 3 (V2 und V3) verbessert UNI die Platfform stetig. Mit V3 können sehr erfahrene User ihren Gewinn an den Transaktionsgebühren steigern. V2 enthielt dieses Feature noch nicht.

Natürlich kann UNI in Sachen Volumen mit Coinbase oder Binance nicht mithalten. Jedoch bewegt sich der Trend in eine positive Richtung. Beim Vergleich der von der Plattform generierten Transaktionsumsätze, sehen unsere Leser, dass UNI immerhin mit Coinbase mithalten kann.

Gut zu erkennen: Die Einnahmen schwingen mit den Trends im Markt nicht so stark auf und ab. Im Mai als auch im November 2021 waren All-time-highs zu verzeichnen. Dazwischen brachen die Gebühren von Coinbase jedoch tiefer ein.

Sehr beachtlich: Coinbase nahm im Mai 2020 11 Milliarden US-Dollar an Gebühren ein, im Januar 2022 bereits 120 Milliarden US-Dollar. Ein Anstieg von 1.000 Prozent!

Zukunftsprognose – Welche Kryptobörsen kommen nach?

Die Börsen entwickeln sich immer weiter. Uniswaps Protokoll basierte lange Zeit rein auf der Ethereum-Blockchain, auf der Transaktionen meist kostenintensiv sind. Mit einem neuen V3-Pool auf Polygon hat sich UNI nun zum ersten Mal auf eine andere Blockchain gewagt. Mitbewerber auf anderen Blockchains gibt es jedoch zahlreiche. Größter Vorteil bei diesen sind die niedrigen Transaktionsgebühren.

Pancakeswap ermöglicht beispielsweise Swaps auf der Binance Smart Chain. Serum ist der Dreh und Angelpunkt was Solana DEX’es angeht. Swaps auf fast allen Chains bietet Sushiswap: Avalanche, Fantom, Ethereum, Binance Smart Chain uvm. Die Zukunft sieht für alle Börsen gut aus. Im Sinne der Dezentralität sollten wir uns jedoch für die Decentralized Exchanges entscheiden.

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Toni Lukic ist der Chefredakteur von BeInCrypto Deutschland. Seit 2022 ist er Mitorganisator des monatlichen Meetups "Crypto Invest Berlin" und spricht auf Konferenzen zu Krypto, Web3 und Blockchain. Außerdem ist er als Berater für Krypto-Startups tätig und ab April 2023 Mentor des DeFi Talents Kurses am Blockchain Center der Frankfurt School. An dieser Schule absolvierte er zuvor den NFT-Talents-Kurs und das Influencer by DNA-Programm. Im Jahr 2019 schloss er sein Studium der...
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