Die Blockchain-Technologie revolutioniert die Abfallwirtschaft

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IN KÜRZE
  • Gemeinden auf der ganzen Welt experimentieren mit der Blockchain-Technologie, um das Abfallmanagement zu verbessern.

  • In Argentinien und Indien gibt es bereits Blockchain-Projekte, mit denen die Müllsammlung optimiert werden soll.

  • Das Start-Up RecycleGO hat mehrere Projekte rund um den Globus. Es verwendet die Blockchain, um den Weg des recycelbaren Abfalls zu tracken.

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Der Großteil des Mülls (vor allem Plastikabfall) wird nicht recycelt. Allerdings experimentieren viele Gemeinden rund um den Globus bereits mit der Blockchain-Technologie, um dieses Problem zu lösen.



Die Müllsammlung bzw. das Recycling ist im Wesentlichen eine Kette bzw. Abfolge von Aktionen, die gewisse Datenpunkte enthält. Darum eignet sich die Blockchain-Technologie besonders gut, um den dahinterliegenden Prozess zu optimieren.

JellyCoin belohnt Müllsammler

In Argentinien gibt es bereits ein Projekt, dass sich auf die Verbesserung der Müllsammlung bzw. auf die Optimierung des Recyclings spezialisiert hat.



Der in Argentinien ansässige Unternehmer Ivan Zubilewicz entdeckte die Blockchain-Technologie erstmals 2015. Sie inspirierte ihn schließlich dazu, eine Müllsammelinitiative zu gründen. Ivan Zubilewicz äußerte sich bereits zu der Idee hinter dem Projekt:

Die Idee entstand aus dem Wunsch, die Gewohnheiten der Menschen zu untersuchen und die Art und Weise zu ändern, wie Menschen mit den Ressourcen umgehen, die sie nutzen.

Er kreierte deswegen den JellyCoin. Der Wert des Coins ist an den argentinischen Peso gekoppelt.

Zuerst sammeln die Menschen den Müll. Danach bringen sie ihn zu den entsprechenden Verarbeitungsstellen. Mit dem JellyCoin werden die Arbeiter dann für ihren Einsatz entschädigt. Die Höhe der Entschädigung hängt von der Menge und der Art des Mülls ab. Zubilewicz meinte außerdem, dass die Menschen JellyCoin verwenden könnten, um ausgewählte Zahlungen an die Stadt (wie zum Beispiel die Grundsteuern) abzuwickeln.

Ein Bild von BeInCrypto.com

Stadt in Indien integriert Blockchain auf Müll App

Die gemeinnützige Gruppe mit dem Namen Citizen Involved & Technology-Assisted Governance (CITAG) hat in Bengaluru (Indien) eine ähnliche Initiative gestartet. Die Stadt Bruhat Bengaluru Mahanagara Palike hat sogar eine App entwickelt, mit der einige Probleme vor Ort leichter gelöst werden können. Die App hat sogar eine eigene Funktion integriert, mit der die Stadt das Müll-Management verbessert.

Die Bewohner können mit der App Beschwerden über die lokale Müllabfuhr an die Stadt schicken. Dadurch verhindert die Stadt, dass sich der Müll an einer Stelle häuft. In der Praxis müssen die Mitarbeiter der Stadtverwaltung die gereinigten Stellen per Geotagging dokumentieren. Eine Manipulation der Daten oder anderes menschliches Fehlverhalten kann allerdings nie zu 100% ausgeschlossen werden.

Um dieses Problem zu lösen, arbeitet die CITAG bereits mit der Regierung zusammen. Sie möchte die Blockchain-Technologie in die App integrieren. Jede wichtige Änderung müsste dann erst über einen mehrstufigen Prozess genehmigt werden. Dadurch wäre die Manipulation von Daten kein großes Problem mehr. Letztendlich könnte die Blockchain-Technologie die Aufzeichnungen der Bürgerbeschwerden sowie den Einsammlungsprozess von Grund auf verändern.

RecycleGO nutzt die Blockchain in Afrika und in den USA

Das Start-up RecycleGO aus New York engagiert sich für Gemeinden aus allen Teilen der Welt. Der CEO von RecycleGO, Stan Chen, sagte, dass die Welt 400 Millionen Tonnen Plastik pro Jahr produziert, aber nur ein Teil davon auch recycelt wird. Für Chen ist die Blockchain-Technologie ein Tool um dieses Problem zu lösen:

Die Welt braucht skalierbare Lösungen für das Tracking von menschlichen Aktivitäten. Dadurch können wir den Einfluss der Aktivitäten bzw. des Sozialverhaltens überwachen, quantifizieren und belohnen.

RecycleGO hat bereits einige Projekte rund um den Globus gestartet und verwendet dabei bereits die Blockchain-Technologie. Das Unternehmen wird eine Strandsäuberung in Miami organisieren. Bei der Säuberung werden die Menschen die QR-Codes der Plastikflaschen scannen. Die Daten werden dann auf einer Blockchain gespeichert, bevor die Flaschen in ihre Einzelteile zerlegt und wiederverwertet werden.

Das Unternehmen hat eine ähnliche Initiative für Nigeria geplant, allerdings in einem viel größeren Maßstab. Außerdem will RecycleGO mithilfe der Blockchain im Meer verlorene Fischernetze tracken. Die Nylon-Netze können dann eingesammelt und recycelt werden.

Chen sagte, dass die Erfassung von wiederverwertbaren Materialien auf der Blockchain ein großer Schritt in Richtung eines neuen, besseren Recyclingsystems ist. Wenn die Technologie richtig eingesetzt wird, dann könnte sie viele andere führende Unternehmen dazu bringen, noch effizientere Systeme zu gestalten.

Übersetzt von Maximilian M.

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Nick is an Oral Communication Skills Professor and Data Science Specialist in Budapest, Hungary with an MSc in Business Analytics. He is a relative latecomer to the field of cryptocurrency and blockchain technology, but is intrigued by its potential economic and political usage. He can best be described as an optimistic center-left skeptic.<a href="mailto:editorinchief@beincrypto.com">Email him!</a>

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