Die Erwartung auf die Ethereum 2.0 Beacon Chain steigt. Über 60 % aller ETH haben sich seit über einem Jahr nicht mehr bewegt.

Diese Metrik entstammt einer Untersuchung von Glassnode. Wie Anthony Sassano anmerkte, sollten wir unser Augenmerk in den nächsten Wochen darauf legen, wie sich diese Zahl verändert, sobald Phase 0 von Ethereum 2.0 live geht.

Endlich Erfolge bei Ethereum 2.0 Testnets

Nach einigen Rückschlägen bei den Testnets für Ethereum 2.0 ist die Stimmung nun wieder deutlich positiver. Nachdem Medalla einige Tage nach dem Start einen kritischen Bug in den Clients von Prismatic Labs verzeichnete, läuft das Testnet nun schon über zweieinhalb Monate ohne Zwischenfälle. Allerdings ist die Beteiligung der Validatoren derzeit zu gering, um Blöcke endgültig unveränderlich zu machen.

Für diese Finalisierung wird die Zustimmung von 66 % der Validatoren benötigt und sollte eigentlich mehrmals in der Stunde stattfinden. Derzeit beteiligen sich nur etwas mehr als die Hälfte der Validatoren an diesem Prozess. Die letzte Finalisierung fand am 12. Oktober statt. Mit dem Start des Mainnets sollte sich die Beteiligung deutlich erhöhen, da Staker einen Teil ihres Einsatzes verlieren, wenn sie sich nicht an der Validierung beteiligen.

Auch das Spadina Testnet, welches eine Generalprobe für den Genesis von ETH 2.0 darstellen sollte, schlug bereits nach nicht einmal 24 Stunden fehl. Ein weiteres Testnet musste her. Dieses läuft nun einwandfrei. Damit steht dem Start der Beacon Chain, welche das Staking auf Ethereum 2.0 ermöglicht, nichts mehr im Wege.

Jimmy Ragosa von ConsenSys sagte dazu:

Zinken war das letzte Testnet von ETH2 Phase 0 und es war erfolgreich. Wir warten nur noch auf den Einzahlungs-Contract und ein Genesis-Datum.

Coinbase steigt in Layer 2 ein

Die Krypto-Börse Coinbase hat kürzlich eine Layer 2 Lösung implementiert, um schnellere und günstigere Ethereum-Transaktionen zu ermöglichen. Dabei greift die Börse auf das Testnet von Optimism zurück. Sobald das Mainnet für Optimism Rollup live geht, können Nutzer der Coinbase Wallet das Layer 2 Netzwerk auch für DApp-Transaktionen verwenden.

Optimism (ehemals Plasma) hat das Testnet im September gestartet. Die dezentrale Derivatplattform Synthetix hat sich bereitgestellt, um erste Tests durchzuführen, bei dem echte Geldsummen auf dem Spiel stehen. Dank der Optimism Virtual Machine ist bei den Optimistic Rollups auch die Ausführung von Smart Contracts vollumfänglich möglich.

Das Ziel von Rollups auf der zweiten Schicht ist es, dass Ethereum Mainnet zu entlasten und somit auch die Transaktionsgebühren wieder etwas nach unten zu drücken, bis die Multi-Chain Architektur von Ethereum 2.0 schließlich so weit ist, um die überlastete Proof of Work Blockchain von Ethereum abzulösen.

Nach dem Einsetzen des Hypes um DeFi und Liquidity Mining sind die Gaspreise sprunghaft angestiegen. Der folgende Graph zeigt die Entwicklung des Gaspreises seit dem Start von Ethereum. In den letzten Tagen lag er meist zwischen 40 und 60 Gwei, was eine deutliche Erleichterung im Vergleich zum September darstellt.

Entwicklung der Median-Gaskosten bei Ethereum. Quelle: Blockchair.

Dennoch ist er viel zu hoch, um DeFi-Plattformen auf Ethereum für Kleinanleger attraktiv zu machen. Zum Vergleich: In den Monaten vor dem DeFi-Hype lag der Gaspreis fast durchgängig unter 10 Gwei. Für einfache On-Chain Transaktionen, welche keine Smart Contracts beinhalten, wurden heute Median-Gebühren von 0,82 USD fällig. Der Spitzenwert im September lag bei sage und schreibe 8,48 USD.

In Hinblick auf die hohen Gaskosten und Transaktionsgebühren ist es sehr deutlich, dass Ethereum dringend Layer 2 Lösungen und schließlich das Upgrade auf ETH2 benötigt.

Marktbericht

DeFiPulse berichtet derzeit ein Total Value Locked (TVL) von 11,26 Mrd. USD (-1,1 %). Der DeFiPulse Index steht bei 85,01 (-4,7 %). Die größten DeFi-Plattformen sind derzeit Uniswap (2,75 Mrd., +1,0 %), Maker DAO (1,97 Mrd., -0,3 %), Aave (1,09 Mrd., -2,5 %) und Curve Finance (956 Mio., -4,6 %).

Laut Messari haben DeFi Tokens im gewichteten Schnitt -1,8 % verloren. Der größte Verlierer war Akropolis (-11,5 %). Der größte Gewinner war pNetwork (+11,5 %).

Stand: 16. Oktober 2020, 3:25 Uhr.