Ethereum Bridges: Lösung für das Skalierungsproblem der Blockchain?

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IN KÜRZE
  • Einer der größten Schwächen der Blockchain ist aktuell der Mangel an Interoperabilität.

  • Die Nutzung eines Assets auf einer anderen Blockchain ist aktuell ziemlich schwierig.

  • Glücklicherweise gibt es eine Lösung für dieses Problem: Blockchain Bridges.

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Blockchain-Netzwerke sind fantastische digitale Ledger, die den Menschen verschiedene Möglichkeiten bieten, finanziell frei zu werden. Bitcoin (BTC), Ethereum (ETH), Cardano (ADA) und andere Kryptowährungen tragen alle ihren einzigartigen Teil zu der Krypto-Welt bei. Einer der größten Schwächen der Blockchain ist aktuell der Mangel an Interoperabilität. Die Nutzung eines Assets auf einer anderen Blockchain ist aktuell ziemlich schwierig. Die Nutzer müssen sich deswegen mit dem Handel der Coins auf Exchanges und den damit verbundenen Transaktionsgebühren auseinanderzusetzen.

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Mit dem Aufstieg des dezentralen Finanzwesens (DeFi) und den vielen Varianten von Projekten, die neue Ideen anbieten, ist dieser Mangel an Interoperabilität ein erhebliches Hindernis. Glücklicherweise gibt es eine Lösung für dieses Problem: Blockchain Bridges.

Was ist eine Blockchain Bridge?

Eine Blockchain Bridge ermöglicht es ihren Nutzern ein Asset auf einer anderen Blockchain zu verwenden. Zumindest so in der Art. Nehmen wir an, du bist auf dem Ethereum Netzwerk aktiv. Dort sind die Transaktionsgebühren aktuell extrem hoch. Anstatt in den sauren Apfel zu beißen und die Gebühren zu bezahlen, könntest du eine Blockchain Bridge verwenden, und die Transaktion auf einem anderen, günstigeren Netzwerk, wie z.B. dem Tron Netzwerk abschließen. Falls das Ethereum Netzwerk ausgelastet wäre, dann würde die Bridge-Transaktion sogar weniger Zeit benötigen.

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Das Konzept der Bridge eignet sich Ideal für die Entwicklung von dApps. Die Bridges können die Vorteile eines populären Netzwerks wie Ethereum nutzen, ohne dabei von dessen schlechteren Skalierbarkeit oder dessen höheren Transaktionsgebühren beeinträchtigt zu sein.

In dem vorher genannten Beispiel würdest du allerdings keine Ethereum an das Tron-Netzwerk schicken. Die ETH, die du „sendest“, sind nach wie vor in dem Ethereum Netzwerk gelockt. Die Brücke mintet dann den gleichen Betrag modifizierte Token auf dem Tron Netzwerk. Du kannst diese Token auf dem Tron Netzwerk verwenden die möchtest. Sobald du deine Token ausgegeben hast, werden Tron Token geburnt und der gleiche Betrag wird wieder auf dem Ethereum Netzwerk freigegeben.

Bridges spielen sind insbesondere für die Transaktion kleinerer Beträge eine entscheidende Rolle. Glücksspielplattformen, die auf Ethereum basieren, könnten die Gewinne auf einer separaten Blockchain verteilen und dann den äquivalenten Betrag auf Ethereum freisetzen. Diese Variante wäre schneller und günstiger, als das überlastete Ethereum Netzwerk zu verwenden. Immer mehr Nutzer hätten dann ein gesteigertes Interesse daran, an Aktivitäten wie z.B. dem Glücksspiel teilzunehmen.

Ethereum: Ein Bild von BeInCrypto.com

Das Skalierungsproblem

Große Netzwerke wie Ethereum sind aufgrund der hohen Aktivität der Teilnehmer oft überlastet. Die Transaktionen benötigen deshalb mehr Zeit, um validiert zu werden. Die Nutzer warten lange, bis ihre Transaktionen abgeschlossen sind und bezahlen dafür hohe Gebühren. Mit Bridges könnte dieses Skalierbarkeitsproblem gelöst werden. Aktuell die hohe Auslastung des Ethereum Netzwerks durch die hohe Zahl verhältnismäßig kleinerer Transaktionen (die z.B. NFT Trades oder Video Games auftreten) verursacht, welche dann nicht mehr von dem Ethereum Netzwerk verwaltet werden müsste. Die Nutzer könnten alternativ alle möglichen Netzwerke verwenden, indem sie beispielsweise dApps auf EOS oder Bitcoin verwenden, anstatt alle gemeinsam das Ethereum Netzwerk zu überladen.

Blockchain Bridges

Es gibt bereits einige Blockchain Bridges, hier ein kleiner Überblick:

NEAR Protocol

Das NEAR Protocol ist ein Proof-of-Stake Netzwerk, das vor kurzem auf der Rainbow Bridge released worden ist. Das Protokoll verbindet Ethereum und zahlreiche andere Blockchain Projekte miteinander. Die Entwickler des Protokolls beabsichtigen, von dem aktuellen NFT-Hype zu profitieren. Die (Community-)Entwickler können dank des Protokolls einzigartige, dezentrale und auf NFT-basierende dApps auf einer anderen Plattform als Ethereum entwickeln. Trotzdem können Ethereum Nutzer die gerade erwähnten NFT-Angebote wahrnehmen.

Wegen der Brücke müssen sich die NEAR Entwickler keine Gedanken über eine zu kleine Nutzerbasis machen. Sie können sowohl die Ethereum Token Holder ansprechen als auch ihre eigene Nutzerbasis auf der NEAR Plattform aufbauen.

Ein Bild von BeInCrypto.com

Telegram Open Network (TON) Bridge

TON ist ein ERC-20 basiertes Multi-Blockchain-Projekt, das seinen Kunden alle möglichen Dienstleistungen anbieten möchte. Angeblich kann TON mehrere Millionen Transaktionen pro Sekunde managen. Die Entwickler behaupten, dass TON die schnellste Ethereum Bridge ist, die aktuell existiert.

Falls das der Fall sein sollte, dann könnten dApps über das Netzwerk auf den schnellsten Interaktionsmöglichkeiten, die es gibt, zurückgreifen. Mit potenziell mehreren Millionen Transaktionen pro Sekunde wäre das Ethereum Netzwerk dann so schnell wie das von Visa oder anderen etablierten Zahlungsanbietern. Die hohe Geschwindigkeit wird durch die sogenannten Workchains ermöglicht. Diese sind im wesentlichen zahlreiche miteinander arbeitende SideChains, die Transaktionen und andere Tasks der Blockchain managen.

Da TON mit dieser Stärke zahlreiche Transaktionen auf einmal validieren kann, wäre es nicht überraschend, wenn die Entwickler von TON ihr Versprechen halten würden.

Polkadot (DOT)

Polkadot ist wohl eines der bekanntesten Blockchain-Bridge-Projekte. Es unterstützt mehrere Blockchain-Bridges für Netzwerke wie Bitcoin, Ethereum und EOS. Entwickler können dApps auf Sidechains bauen, die auch als Parachains bekannt sind. Jede von ihnen kann ihren eigenen Token verwenden. Diese Token sind alle interoperabel, und Parachains können sich mit bestehenden Token wie Bitcoin und Ethereum vernetzen.

Die Entwickler beabsichtigen, ein Ökosystem von dApps zu erschaffen, das alle Möglichen Use Cases abdeckt und das Blockchain Netzwerk mit der besten Interoperabilität sein wird.

Ein Bild von BeInCrypto

Avalanche (AVAX) Bridge

Avalanche ist eine DeFi-Plattform und Exchange, auf der kleinere und neu Krypto-Projekte ihre Token listen können. Sie basiert auf dem ERC-721-Standard. Die Plattform kann sich dank ChainSafe, die eine multidirektionale Blockchain entwickelt haben, mit Ethereum verbinden.

Interessanterweise verwendet die AVAX Bridge Ethereum und konvertiert sie in Wrapped Ethereum (WETH). Dann werden die entsprechenden Token auf Avalanche gemintet. Es werden wohl zahlreiche dApps auf AVAX gebaut werden. Die Nutzer und Entwickler der Plattform können ebenfalls die bestehen Vorteile des Ethereum-Netzwerks nutzen.

Fazit

Interoperabilität war schon immer ein Problem in dem Blockchain-Bereich. Bis jetzt sind noch nicht viele Lösungen implementiert worden. Auch, wenn sich diese noch gerade in einer Anfangsphase befinden, so arbeiten die Entwickler der Bridges fleißig an der Lösung des Problems. Letztendlich ist kein Blockchain-Netzwerk perfekt. Die Möglichkeit, Netzwerke wechseln zu können und die Vorteile aller zu genießen, macht die Zukunft der Blockchain-Technologie noch spannender.

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Anastasia Chernikova ist eine Tech-Journalistin, deren Artikel in Forbes und Esquire in Russland, Business Insider, Quartz.com und anderen Publikationen veröffentlicht wurden. Sie hat prominente Tech-Gründer wie WhatsApp-Gründer Jan Koum direkt nach dem Kauf der App durch Facebook für 19 Milliarden US-Dollar und Vitalik Buterin, den Gründer von Ethereum, interviewt. Sie interessiert sich für die Idee der dezentralen Welt und für die Auswirkungen der Blockchain auf das Finanzsystem.

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