Sichere Häfen in Krisenzeiten: Bitcoin immer noch im Rennen

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Augenscheinlich hat sich Bitcoin während des jüngsten, durch das Coronavirus ausgelösten Ausverkaufs nicht besonders gut gehalten.

Ein Blick auf die historische Leistung von Safe-Haven-Assets deutet jedoch darauf hin, dass Kryptowährungen einen starken Aufschwung erleben könnten, wenn sich der Staub zu legen beginnt. Nach der Finanzkrise von 2008 zum Beispiel, verbrachte Gold die nächsten drei Jahre damit, auf sein aktuelles Allzeithoch zu steigen.

In letzter Zeit haben die Bitcoin-Preise gelitten, als die Anleger sich beeilten, Positionen in Kryptowährungen zugunsten von Fiatgeld zu verlassen. Der Ausverkauf, bei dem in der letzten Woche allein auf dem Bitcoin-Markt mehr als $50 Milliarden abgezogen wurden, hat bei den Anlegern die Frage aufgeworfen, ob sich die Preise jemals wieder erholen werden.



Auch Gold ist während der Finanzkrise 2008 stark gefallen…

Die Ähnlichkeiten von Bitcoin mit Gold wurden in det letzten Zeit stark in Frage gestellt. Die führende Kryptowährung hatte zu Beginn des Jahres 2020 starke Zuwächse verzeichnet. Dies veranlasste Analysten dazu, die wachsende globale Unsicherheit in Bezug auf die Verbreitung des Coronavirus als Beweis dafür anzuführen, dass Bitcoin ein geeigneter, sicherer Hafen ist.

Der Zusammenbruch eines Abkommens zwischen der OPEC und Russland führte jedoch dazu, dass Spekulanten viele verschiedene Märkte verlassen haben. Offenbar denken viele Menschen immer noch, dass Bargeld immer noch das geeignetste Mittel ist, um sich inmitten einer globalen Krise abzusichern. Dadurch sind die Zinsen auf Anleihen auf Rekordtiefstände gefallen.

Nach den plötzlichen Ausverkäufen zu Beginn der letzten Woche haben die Kryptowährungen Dutzende von Milliarden abgeworfen. Auch Gold ist ziemlich stark betroffen.

Tatsächlich hat der traditionel sichere Hafen des Planeten erst vor wenigen Tagen rund $1,700 erreicht. Nach einem dramatischen Crash wird Gold jetzt allerdings nur noch knapp über $1,500 pro Unze gehandelt.

Wie ein Analyst der Krypto-Industrie – Ryan Watkins –  jedoch hervorhob, hat sich Gold auch während der letzten globalen Finanzkrise nicht besonders gut entwickelt. Der Messari-Forscher zeigt im folgenden Tweet auf, dass das Edelmetall im Zuge der Finanzkrise von 2008 sogar um 28% eingebrochen ist.

Es ist klar, dass die Investoren in der unmittelbaren Zeit nach 2008 der Meinung waren, dass Bargeld ein besserer Halt sei. Nach dem Absturz, welcher wie viele argumentieren, die Entstehung von Bitcoin direkt beeinflusst hat, stieg das Edelmetall jedoch auf sein aktuelles Allzeithoch von nur knapp $1,900. [MoneyMetals.com]

Wird Bitcoin nach diesem Marktcrash Gold auf Allzeithochs folgen?

Obwohl sowohl Bitcoin als auch Gold zusammen mit anderen Märkten eingebrochen sind sprechen sich viele Analysten weiterhin für Bitcoin als sicheren Hafen aus. Sie begründen dies mit den zunehmend radikalen fiskalpolitischen Ankündigungen der Federal Reserve und anderer Zentralbanken. Dadurch könnten digitale Vermögenswerte, deren Angebot durch ihren Code festgelegt ist, deutlich verlockender werden.

Es war klar, dass die Investoren nach der Finanzkrise von 2008 Gold akkumulierten. Wenn die Beobachtungen von Watkins über den Goldmarkt auch für Bitcoin zutreffen, könnte sich die Kryptowährung nach diesem verheerenden Einbruch tatsächlich stark erholen.

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Nachdem er sein Studium der internationalen Betriebswirtschaft an der Frankfurt School of Finance and Management abgeschlossen hatte, arbeitete Christian zunächst in der Immobilienentwicklung. Nachdem er Bitcoin und die Kryptowirtschaft für sich entdeckte, änderte er sein Fachgebiet, um digitale Zusammenhänge zu analysieren.

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