Kryptowährungen schlagen Wellen – NFTs auf hoher See

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IN KÜRZE
  • Mega-Luxusgüter wie Superyachten können jetzt mit NFTs gekauft werden.


  • Virtuelle Yachten in Form von NFTs werden zu Rekordpreisen gehandelt.


  • Werden NFTs bald Mainstream-Zahlungsmittel?


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Eine ruhige See hat noch nie einen guten Seemann gemacht. Aber wen kümmert das heutzutage noch? Denn das 8. Meer – der virtuelle Ozean – scheint aktuell von einigen sehr wagemutigen Krypto-Seefahrern befahren zu werden. Dabei brauchen sie nicht einmal mehr die Wettervorhersage zu beachten.

In den tiefblauen virtuellen Gewässern geschehen verrückte Dinge. Menschen verkaufen (virtuelle) Yachten mit Krypto und NFTs und setzen sich gleichzeitig für den Schutz der Weltmeere ein.

Eine Yacht mit Krypto bezahlen

Krypto-Zahlungen für Luxusgüter sind keine Seltenheit. Verschiedene Autofirmen akzeptieren schon seit einiger Zeit Bitcoin-Zahlungen. Jetzt ist jedoch zum ersten Mal weltweit eine italienische 170-Fuß-Superyacht zum Verkauf angeboten worden. Und der potenzielle Käufer kann diese mit Kryptowährungen kaufen. Dabei läuft die Zahlung nicht nur über die relevantesten Coins, sondern auch über NFTs.

52-m-Superyacht mit Hubschrauberlandeplatz: Diese Yacht kann mit hochwertigen NFTs oder Kryptowährungen bezahlt werden.

Allerdings sind dafür hochkarätige NFT-Sammlungen wie CryptoPunks oder BAYC Apes erforderlich, um den Kaufpreis von 10 Millionen US-Dollar zu bezahlen. Sollte sich der Käufer für das Objekt entscheiden, wäre dies die größte Yacht, die jemals mit einem oder mehreren NFTs gekauft wurde – das wäre zudem der erste Kauf (einer Yacht) mit einem NFT. Außerdem muss der Eigentümer die Yacht nicht nur für sich nutzen. Er hat nämlich auch die Möglichkeit, sie für Kryptowährungen oder NFTs für 196.000 US-Dollar pro Woche zu vermieten

Die Yacht ‘Vianne’ verfügt über einen Whirlpool auf dem Sky-Deck und einen Golfplatz mit biologisch abbaubaren Golfbällen.

Virtuelle Yacht für 650.000 US-Dollar verkauft

Nicht nur reale Yachten können mit Kryptowährungen gekauft werden. Die Metaflower NFT Super Mega Yacht existiert zum Beispiel nur im Metaverse. Das für 149 ETH (591.500 US-Dollar) verkaufte Schiff ist ein Luxusboot in dem Metaverse-Videospiel ‘The Sandbox‘The Sandbox”. Sandbox unterhält unter anderem Partnerschaften mit Adidas, Atari, Nifty Gateway, Gemini und dem Rapper Snoop Dogg.

Die Metaflower NFT Super Mega Yacht

Die Metaverse-Immobilienfirma Republic Realm verkaufte die Superyacht. Das virtuelle Boot ist das teuerste NFT-Asset, das jemals in einem Videospiel verkauft wurde. Gegenwärtig ist Republic Realm an 19 Metaverse-Plattformen beteiligt und besitzt über 2.500 NFTs.   

Inselleben

Wie wäre es, wenn du mit deiner Superyacht auf einer Insel anlegen könntest? Dafür hat Republic Realm ein Archipel namens ‘Fantasy Islands‘ entwickelt. Wie bei Decentraland kannst du in dieser Welt Land kaufen und es dann nach deinen Vorstellungen gestalten. Es handelt sich um eine Masterplan-Community, die aus 100 privaten Inseln besteht, von denen jede einzelne ein eigenes NFT ist. 

Das NFT-Land und die Villa wurden zusammen verkauft. Die Komplettpakete aus Haus und Land waren in weniger als 24 Stunden vergriffen. Aktuell liegt der Mindestpreis für eine Fantasy-Insel sogar bei fast 300.000 US-Dollar. Damit ist die virtuelle Insel genauso teuer wie ein durchschnittliches Haus in den USA. Allerdings muss man sich bei der virtuellen Immobilie nicht um lästige Probleme wie Sturmschäden oder Spinnenbefall kümmern.

Die Bewohner von Fantasy Islands natürlich auch andere Spielzeuge kaufen. Die Fantasy Collection ist eine Reihe hochwertiger NFTs, die für den Einsatz in dem Sandbox-Game gedacht ist. Zu den NFTs zählen unter anderem private Inseln, Jetskis und Schnellboote. Außerdem erhältst du Zugang zu einem Members-Only-Strandclub und zur Fantasy Marina.  Die Fantasy Collection und die Fantasy Islands haben zusammen eine Marktkapitalisierung von über 30 Millionen US-Dollar. 

Seefahrt auf einem sauberen Meer

Neben NFT-Spielzeugen in virtuellen Ozeanen gibt es aber auch einige ernstzunehmende Krypto-Projekte, die die Säuberung der Meere zu ihrer Hauptaufgabe gemacht haben. Anfang dieses Jahres spendete das Blockchain-Öko-Projekt SafeEarth über 100.000 US-Dollar an die Wohltätigkeitsorganisation TheOceanCleanUp

Das gespendete Geld stammte teilweise von den SAFEEARTH-Token-Transaktionsgebühren und wird für die Reinigung der Meere von Plastikmüll verwendet. SafeEarths einziges Ziel ist es, Kapital zu generieren, um eine Gemeinschaft aufzubauen, die den ökologischen Schaden an unserem Planeten eingrenzt.  Das Projekt arbeitet außerdem mit einer anderen Wohltätigkeitsorganisation namens The Earth Fund zusammen, die rund 50 ETH für ähnliche Zwecke gesammelt hat. 

Krypto als Marketingstrategie

Als PR-Maßnahme ist der Verkauf einer Luxusyacht auf diese Art revolutionär. Denn die kostenlose, weltweite Aufmerksamkeit, die man bekommt, wenn die Geschichte Feuer fängt, wäre mit den meisten Marketingbudgets nicht erreichbar. Noch wichtiger ist jedoch, dass dadurch Mainstream-Medien dazu gebracht werden, Kryptowährungen und NFTs als ein relevantes Thema anzusehen.

Allerdings muss man auch etwas an das Metaversum glauben. Es ist eine Sache, reale Gegenstände mit Kryptowährungen zu kaufen. Aber es ist etwas ganz anderes, in eine virtuelle Welt zu investieren, die sich noch im Aufbau befindet. Ob es sich nun um einen PR-Gag handelt oder um einen Schritt zur Stärkung von Kryptowährungen – diese kostspieligen Gegenstände sind nur ein Teil des noch wachsenden Metaverses. Es ist eine junge, neue Welt – mit vielen unbekannten Gebieten.

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Nachdem sie im Nachrichten- und Lifestyle-Journalismus gearbeitet hatte, beschloss Leila, ihr Interesse an Kryptowährungen und Blockchain in ihren Job zu bringen. Sie leitet jetzt den Feature and Opinions Desk bei BeinCrypto, der perfekt zu ihrer Begeisterung für die sozialen und politischen Auswirkungen von Crypto passt.

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