Was die Krypto-Branche diese Woche wirklich bewegte (KW 26/2020)

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IN KÜRZE
  • PayPal und Venmo planen direkten Kauf und Verkauf von Bitcoin

  • Italienische Banken sind bereit für CBDC-Pilot

  • 60 % aller Bitcoins werden gehalten und bewegen sich praktisch gar nicht

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Das Trust Project ist ein internationales Konsortium von Nachrichtenorganisationen, die Standards für Transparenz entwickeln.

Es darf keine Wochenrückschau der Krypto-Branche geben, die nicht direkt in den ersten Zeilen schon Bitcoin, PayPal und Venmo beinhaltet. Genauso wenig sollten wir aber vergessen, dass es diese Woche auch um Grayscale, Italien, Brasilien, Chainalysis, China, Chainlink, Bitcoin-Miner und Kopfschmerzen in der Ethereum-Community ging.



Was wäre das nur für ein Schritt in Richtung Massenadoption des Bitcoin, würde sich DIE Meldung dieser Woche bewahrheiten: PayPal und Venmo planen laut mehreren Medien, Bitcoin zum Kauf und Verkauf anzubieten. Dabei sind die Entwicklungen China und Italien auch nicht ohne. Zudem veröffentlichte Chainalysis einen neuen Bericht zum Bitcoin und der Grayscale Ethereum Trust brach um mehr als 50 % ein. Außerdem gab Chainlink diese Woche eine neue Partnerschaft mit… nun, alles der Reihe nach.

Gerüchte und Tatsachen: PayPal, Venmo und der Outflow von Bitcoin-Minern

Wenngleich eine offizielle Stellungnahme seitens PayPal noch fehlt, es ist und bleibt die größte Meldung dieser Woche. PayPal und Venmo sollen laut mehreren Berichten den direkten Kauf und Verkauf von Bitcoin auf ihren Plattformen planen. Details dazu? Keine. Bestätigung seitens PayPal oder Venmo? Fehlanzeige. Dennoch sucht PayPal offenbar Blockchain-Experten. Insgesamt würde dieser Schritt einen großen Teil zur Massenadoption des Bitcoin und anderen Kryptowährungen beitragen. Und mehr Adoption ist generell erst mal positiv. Wenngleich sich bei PayPal natürlich auch die Frage nach Privacy stellt.



Eine ganz andere Sache war die Meldung, dass zwei Mining-Pools offenbar knapp 9.000 BTC in Bewegung setzten. Dieser Outflow ist massiv und wurde durch Daten von Glassnode und Cryptoquant bestätigt. Solche Bewegungen, besonders hin zu Krypto-Börsen, werden in der Regel als Verkaufsintentionen gewertet und sorgten in der Vergangenheit auch schon mal für einen fallenden BTC/USD.

Auch diese Woche musste der BTC/USD dann nach gutem Wochenstart auf 9.800 USD nachgeben und testete im Verlauf dessen sogar die 9.000 USD Unterstützungszone.

Wachstum für Krypto-Branche in Brasilien, CBDC in Italien und Chainlink Oracles in Chinas Blockchain Services Network

Neben PayPal, Venmo und Bitcoin-Minern, gab es diese Woche auch spannende Meldungen aus Brasilien, China und Italien. Im größten Land Südamerikas gingen die Banco Topázio und Chainalysis eine Partnerschaft ein, um das Wachstum der Krypto-Szene in Brasilien zu steigern. Zudem will sich die brasilianische Banco Topázio in Stellung bringen und regulatorischen Bestimmungen zu Kryptowährungen voraus sein bzw. bestenfalls Standards für eine solche Regulation setzen.

In Italien hingegen wurde anscheinend fleißig an den Vorbereitungen zu einer landeseigenen, durch die Zentralbank kontrollierten, digitalen Währung gearbeitet. Diese viel zu lange Beschreibung kann gerne mit CBDC (Central Bank Digital Currency) abgekürzt werden. In jedem Fall kündigte die Italian Banking Association an, dass die italienischen Banken für ein CBDC-Pilotprogramm bereit seien. Weltweit führend in diesem Rennen ist und bleibt aber wohl China.

Apropos China: Das Land in Fernost nutzt nicht nur Blockchain-Technologie, sondern entwickelte gleich ein ganzes Blockchain Services Network (BSN). Dieses soll jetzt in Sachen Sicherheit, Zuverlässigkeit und Interkonnektivität durch die Integration von Chainlink Oracles via IRITA aufgebessert werden. Die benötigten Nodes wird SNZ Pool via Proof-of-Stake (PoS) betreiben.

Bitcoin = HODL ergibt ein Chainalysis-Report und der Grayscale Ethereum Trust bricht um mehr als 50 % ein

Zum Abschluss hätten wir noch zwei interessante Berichte anzubieten. Der erste Bericht kommt von Chainalysis und behandelt Bitcoin. Demnach können wir erkennen, dass offenbar 60 % der sich im Umlauf befindlichen Bitcoins nicht bewegen. Sie werden wie “digitales Gold” gehalten (oder sind verloren).

“Die Daten zeigen, dass die Mehrheit der Bitcoins von denjenigen gehalten werden, die sie als digitales Gold behandeln – ein Asset, das man langfristig halten kann. Aber dieses digitale Gold wird auch durch einen aktiven Handelsmarkt für diejenigen gestützt, die es vorziehen häufig zu kaufen und zu verkaufen. Die 3,5 Millionen Bitcoin, welche für das Trading verwendet werden, sind das Angebot für den Markt. In Verbindung mit der Nachfrage ergeben sie den Preis.”

Der zweite Bericht kommt von Bloomberg und behandelt Ethereum bzw. den Ethereum Trust von Grayscale Investments. Denn dieser Trust fiel innerhalb von nur einer Woche um mehr als 50 %. Schuld daran sollen Liquidierungen von Positionen im Trust gewesen sein, höchstwahrscheinlich durch Hedge Funds. Grayscale Investments bietet seine Produkte auf Kryptowährungen an institutionelle Investoren an, die Anteile an den jeweiligen Trusts erwerben können. Danach muss 12 Monate bis zum Verkauf gewartet werden. Dies passierte nun wohl und ließ den Grayscale Ethereum Trust um mehr als 50 % innerhalb einer Woche einbrechen.

Die Krypto-Branche ist schnelllebig. Nachrichten und andere Meldungen erscheinen täglich in Hülle und Fülle. Aber nicht alle Informationen sind für die Krypto-Branche von gleicher Bedeutung. Wir wollen jeden Sonntag einige dieser Meldungen vorstellen, die unser internationales Redaktionsnetzwerk behandelte und die Krypto-Branche wirklich bewegten.

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